
Oäh, schänes Haus Sie haben Herrrrr Wulff
05. Februar 2012Neue Süße: Agavendicksaft. Stevia. Herbasweet.
05. Februar 2012Food-Scout Oliver Theissen über kalorienarme Süßungsmittel
Letzten Sommer in einer Berliner Rossmann-Filiale fragte eine alte Dame die Kassiererin verstohlen, wo das Stevia steht. Ich stand direkt dahinter und auf meine neugierige Frage, was Stevia sei, huschte die alte Dame in die Regalreihen und die Kassiererin hob entschuldigend die Schultern: „Ich darf dazu nicht beraten und offiziell ist es auch gar nicht im Programm…“
„Eine illegale Droge im Supermarkt? Meine Neugier als Food-Scout war geweckt. Ich gebe zu, ich hatte bis dato noch nie etwas von Stevia gehört. Erste Wiki-Ergebnisse waren eindeutig: Keine Droge. Stevia rebaudiana – „Süßkraut“ oder auch „Honigkraut“ genannt, wird als Süßstoff verwendet. Es besteht aus der Trockenmasse der Blätter, Rebaudiosid A und bis zehn weiteren Steviolglycosiden, wobei die Zusammensetzung von der Steviasorte abhängt.

Stevia hat die bis zu 300-fache Süßkraft von Zucker, ist nicht kariogen und für Diabetiker geeignet.
Also doch eine „Droge“ – aber eine gesunde. Das offizielle Verarbeiten von Steviolglycosiden, dessen Wirkung und Vorteile lange bekannt und erwiesen waren, verhinderte in Deutschland allerdings bis Dezember 2011 das Lebensmittel-Gesetz. Offiziell. Oder die Lobby der Zuckerindustrie. Jetzt ist das Verbot allerdings gefallen und Stevia frei erhältlich und zwar nicht nur bei Rossmann.
Agavendicksaft dagegen kenne und benutze ich schon einige Jahre, da er sich durch eine hohe, neutrale Süßkraft auszeichnet. Der Dicksaft verstärkt das Aroma von Speisen und ist gut löslich in kalten und warmen Substanzen. Seine Konsistenz ist sirupartig und gut gelierfähig, relativ lange haltbar und wegen seiner geringen Kristallisationsneigung für die Herstellung von Marmeladen und Gelees gut geeignet. Ähnlich dem Ahornsirup changiert die Farbe von nahezu transparenten über bernsteinfarbene bis zu dunklen Varianten. Je dunkler der Agavendicksaft ist, umso kräftiger wird der Geschmack in eine Karamellrichtung.
Ein wirkliches neues, süßes Produkt auf natürlicher Basis bin ich durch den Wettbewerb „Koch des Jahres“ aufmerksam geworden. Sein Name: Herbasweet. Bei der Herstellung werden die charakteristisch süßenden Inhaltsstoffe aus Äpfeln zur Süßung verwendet.  Bei Sorbets, Eiscremes und Eisparfaits zeigt diese Apfelsüße ihre ganze Stärke und ähnlich wie Agavendicksaft, bildet Herbasweet beim Tiefkühlen wenig Eiskristalle aus. Darüber hinaus lässt sich Herbasweet in der Kalten Küche für Dressings, Vinaigrette und Marinaden einsetzen, flüssig, leicht dosierbar und mit mildem Geschmack auch gut vorstellbar in Cocktails.

Also nichts gegen Kristall-Zucker, aber es gibt intensivere, kalorienärmere Varianten, die Aufmerksamkeit verdienen. Viel Spaß beim Süßen wünscht Ihnen Oliver Theissen von den event.architekten
Die Langen Kerls des Alten Fritz
06. September 2011Der alte Fritz hatte sie und es gibt sie jetzt wieder: Seit der Gründung der „Vereinigung zur Pflege und Förderung der Tradition der Potsdamer Riesengarde Lange Kerls e.V.“ im Jahr 1990 begeistern die ehrenamtlichen Mitglieder ihr Publikum im In- und Ausland. Mit dem Reglement und Exercitium von 1726, originalgetreuen Uniformen und Waffen präsentieren die Langen Kerls mit wehenden Fahnen Geschichte zum Anfassen.

Die Garde läuft auf zum Empfang... Ehrensalaut auf Kommando!
Der Verein trifft sich in Potsdam meist 1 x monatlich zum öffentlichen Training sowie gelegentlich zum Tabakskollegium nach historischem Vorbild. Grenadiere für den aktiven Dienst in Uniform, rekrutiert der Verein ab einer Größe von „sechs preußischen Fuß“ (knapp 1,90 Meter). Das Schöne daran “Die Langen Kerls” sind eventtauglich, einsetzbar in historischen Szenario oder vor der traumhaften Kulisse von Sanssouci.
Coke wird 125 & Koksen ist Achtziger
29. Juli 2011Umfragen zufolge soll Coca-Cola gleich nach OK das bekannteste Wort auf der Welt sein… das hätte den Apotheker John Stith Pemberton bestimmt gefreut, der 1886 aus Coca-Blättern und Kolanüssen einen Sirup gegen Kopfschmerzen und Müdigkeit zusammenbraute. Wahrscheinlich hätte er dann auch nicht 2 Jahre später die Rechte der Marke, die heute als eine der wertvollsten weltweit gehandelt wird, an einen gewissen Asa G. Chandler verkauft. Immerhin für 2.300 Dollar, an die man heute getrost etliche Nullen dranhängen kann…
Das unternehmerische Geheimnis neben der streng geheimen Cola-Formel war die ungewöhnliche Strategie: nämlich Abfüll-Lizensen an Prominente zu vergeben, 1957 zB an Max Schmelling, wie allerdings leidlich bekannt, hat die Atlanta gegründete Coca Cola Company ihren Umsatz im Laufe der nun 125-jährigen Firmengeschichte auch und im besonderen im guten Einvernehmen mit der US-Außenpolitik der 70-er und 80-er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts vergrößert.
Daher gibts von den event.architekten aus Berlin kein Geburtstaggeschenk, sondern zu trinken something completly different:

event.architekten info: Groove to save the World? Pressegespräch zum Pilotprojekt Green Club Index. Erstes nationales Projekt zum Thema Energieeffizienz im Clubbereich.
18. Juni 2011Die Green Music Initiative startete im März 2011 in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW das Pilotprojekt Green Club Index in Nordrhein Westfalen (NRW). Es ist das erste nationale Projekt zum Thema Energieeffizienz im Event und Clubbereich.
Ein Club oder eine Diskothek durchschnittlicher Größe hat einen jährlichen Stromverbrauch von etwa 150.000 kWh. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von über 40 Drei-Personenhaushalten oder einem CO2-Ausstoß von knapp 90 Tonnen pro Club. Da es mehr als 5500 Clubs und Diskotheken in Deutschland gibt, sind die Treibhausgas-Emissionen, die in diesem Bereich hauptsächlich durch Strom- und Wärmebedarf entstehen, eine relevante Größe. Trotzdem spielt das Thema Energieeffizienz bei Events, mit dem eine hohe Reduktion der schädlichen Klimagase möglich wäre, im Clubbereich bisher nur eine untergeordnete Rolle.
Mit dem nationalen Green Club Index Pilotprojekt sollen diese Reduktionspotenziale nun erschlossen werden.
• Aber wie sehen sinnvolle Maßnahmen der Energieeffizienz im Clubbereich überhaupt aus?
• Und welches Potential zur Treibhausgasminderung und Kosteneinsparung haben Events?
Diese und viele andere Fragen würden wir gerne mit Ihnen beim Pressegespräch zum Pilotprojekt Green Club Index NRW am 21. Juni 2011 im Club Bahnhof Ehrenfeld in Köln gemeinsam diskutieren. Dort werden neben den Vertretern der Green Music Initiative und der Energie. Agentur NRW natürlich alle beteiligten Clubs Rede und Antwort stehen und über erste Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projekt sprechen.
Grüne Energie: Umweltpreis für Stromrebellin
04. Juni 2011Für Ihren wichtigen Beitrag zur Demokratisierung der Stromversorgung erhielt Ursula Sladek, Geschäftsführerin der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) in San Francisco den Goldman Environmental Prize.
Ursula Sladek übernahm1997 gemeinsam mit anderen Aktivisten und gegen den Widerstand der etablierten Strommonopolisten das regionale Stromnetz der Gemeinde Schönau im Schwarzwald. Sie gründete mit erheblichen persönlichen und finanziellen Risiko die Elektrizitätswerke Schönau und damit das erste bürgereigene Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Verkauft wirtd nur atomfreier und klimafreundlicher Strom an mittlerweile 100.000 Kunden bundesweit 400 Millionen Kilowatt-Stunden Öko-Strom.
Quelle: Schrot & Korn 6/11
In Hamburg gab`s vom 27.-29.Mai 2011 die goodgoods
02. Juni 2011goodgoods ist neu und schon die Leitmesse für nachhaltigen Konsum und präsentierte in den letzten Maitagen Innovationen, Produkte und Eventideen, die wenig Energie verbrauchen, die Umwelt schonen und fair gehandelt werden – beste Voraussetzungen um auf Green Meetings oder CSR-gerecht geplanten Veranstaltungen eingesetzt zu werden.
So waren die event.architekten auf der goodgoods unterwegs, um nach neuen Möbelprojekten und sinnvollen Ideen Ausschau zu halten, die sich für grüne Veranstaltungskonzepte in Berlin eignen.
Unser absolutes Highlight in Sachen Design und Gastronomie war:
Presso, von Patrick Hunt
Für alle, bei denen die Kaffee-Vollautomaten-Kultur eher zu Stirnrunzeln führt, ist Presso das perfekte Gegenprogramm. Hier gießt man einfach heißes Wasser aus dem Wasserkocher ein und sorgt, indem man die zwei Bügel herabdrückt, selbst für den notwendigen Druck – zwischen 5 und 10 Bar –, um den Espresso in die Tasse fließen zu lassen.
Super-Idee, Super Hingucker, denn egal ob Kundenmeeting oder Veranstaltung – guter Kaffee muss her.
weitere Infos: www.presso.co.uk.
Lifestyle-Hirsche
02. Juni 2011Der Hirsch hat im Event-Business dank einer gewissen Kräuterlikör-Marke in den letzten Jahren ja mächtig Platz gegriffen.
Aber den Begriff Platzhirsch wollten die event.architekten aus Berlin auch eigentlich nie für sich reklamieren. Darum wurde bisher selbst in hippsten Party Locations bewusst auf Deko-Plüschhirsche an der Wand oder ostig-nostalgischen Hirschbeutel verzichtet.
Als neuste Auflage an Hirschigkeit röhrte uns nun ein Kleiderhaken aus rotem Plastikhirschgeweihen an. Dumpf, brünstig und irgendwie seltsam englisch: lauscht man genauer hin, hört man ganz deutlich das Wort: „Give-away!“
Also, wäre das nicht etwas für Ihre Kunden, Gäste, Freunde und Lieblingsfeinde?


